
Fougères
Die Bretagne ist die nach Paris und Umgebung meistbesuchte Region Frankreichs. Die Vielzahl von historischen Bauwerken, oft mit einer einmaligen Architekturgeschichte, spiegelt sich in den über 4000 Schlössern, Burgen und anderen Herrensitzen wieder. Insbesondere Orte wie Fougères, Saint Malo, Dinan, Trégier, Nantes, Roscoff und Locronan sind einen Ausflug wert.
Die 2.000 km lange Küste ist gesäumt von Zöllnerpfaden. Hier findet man, abgesehen von dem herrlichen Naturschauspiel der bretonischen Küste, wieder zahlreiche historische Bauwerke. Das Fort La Latte, die Ruine der Abtei von St. Matthieu und viele andere Sehenswürdigkeit entdeckt man auf diesen Küstenwegen. Darüber hinaus findet man in der gesamten Bretagne mehr als 12.000 km ausgeschilderte Wanderwege sowie 2.000 km Reitwege.

Saint-Thégonnec
Das Gezeitenkraftwerk bei St-Malo im Norden ist unter den industriellen Bauwerken mit jährlich rund 400.000 Besuchern die wichtigste Touristenattraktion. Zu den beliebtesten wissenschaftlichen Anziehungspunkten gehören das Océanopolis in Brest (mehr Informationen dazu gibt es im Bericht über Brest) und das Museum der Telekommunikation in Pleumeur-Bodou. Letzteres beherbergt unter anderem das größte digitale Planetarium Europas.

Cairn de Barnenez
Ein Highlight für Geschichtsliebhaber sind mit Sicherheit die Megalithfelder von Carnac, die aus der Jungsteinzeit stammen. Viele der Steine sind mehr als 6500 Jahre alt und insgesamt gibt es hier über 2500 Stück dieser Felsen. Aber auch in vielen anderen Gegenden (z. B. auf der Halbinsel von Crozon) stehen diese steinernen Zeugen einer vergessenen Epoche de Menschheit am Wegesrand. Insbesondere La Roche aux Fées, südlich von Rennes ist einen Abstecher wert, aber auch Commana und der Cairn von Barnenez bei Plouezoc’h sollte man nicht verpassen.
Ein ganz besonderes Naturschauspiel ist die Pointe Du Raz, die Spitze einer Felsküste im Département Finistère. Die Felszunge reicht an einer Stelle 72 Meter ins Meer hinein. Da man sich dort viel Mühe mit der Bepflanzung gegeben hat und möchte, dass die Besucher sich dort dementsprechend rücksichtsvoll verhalten, wird ein kleiner Betrag als Eintritt verlangt. Nicht weit entfernt auf der Halbinsel von Crozon und nicht ganz so spektakulär, findet man das Cap de la Chèvre. Ein lohnenswerter Ausflug ist auch ein Besuch des Cap Fréhel.

Ile Vierge
Auch sollte man sich den höchsten Leuchtturm Europas nicht entgehen lassen: Er befindet sich bei Plouguerneau, auf der Ile Vierge ca. 1,5 km von der Küste entfernt. Er hat eine Höhe von 82,50 m und wurde 1902 ganz aus Granit gebaut. Damit ist er der höchste aus Naturstein gebaute Leuchtturm der Welt. Im Gegensatz zu den meisten Leuchttürmen der Bretagne kann er je nach Jahreszeit auch besichtigt werden.
Ein Ausflug zu einer der zahlreichen Inseln der Bretagne sollte in jedem Urlaubsprogramm enthalten sein. Spektakulär sind Besuche von Ouessant und der Ile de Sein, insbesondere außerhalb der Sommersaison – die Ile de Batz und Belle Ile sind besonders im Sommer auch für weniger seefeste Urlauber geeignet.
Unzählige weitere Sehenswürdigkeiten warten darauf, entdeckt zu werden und manchmal ist es einfach nur das besondere Licht der Bretagne, das die Landschaft zu einem ganz besonderen Erlebnis werden lässt.


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